Pläne sicher per Post versenden: Die Verpackungsanleitung
Kartonhülse, Couvert oder Kiste? So verpacken Sie Pläne, Ordner und fragile Originale transportsicher – mit Checkliste für den Versandtag.
Der einzige Moment, in dem Ihre Originale nicht in kontrollierten Händen sind, ist der Transport. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Verpackung ist der Postversand von Plänen und Akten ausgesprochen sicher – wir erhalten täglich Sendungen, und Transportschäden sind die absolute Ausnahme. Diese Anleitung zeigt, wie Sie es richtig machen.
Gerollte Pläne: die Kartonhülse ist Ihr Freund
Für gerollte Pläne gibt es genau eine richtige Verpackung: die stabile Kartonhülse (Versandrolle) mit festen Endkappen. Sie kostet im Bürofachhandel oder bei der Post wenige Franken und schützt zuverlässig gegen Knicke und Quetschungen.
So gehen Sie vor: Rollen Sie die Pläne mit der Zeichnung nach aussen und nicht zu stramm – das erleichtert später das Glätten vor dem Scan. Mehrere Pläne dürfen in eine Rolle; ein Blatt Packpapier als äusserste Lage schützt den obersten Plan. Wählen Sie die Hülse zwei bis drei Zentimeter länger als die Planbreite, damit die Ränder nicht anstossen. Endkappen aufsetzen und mit Klebeband sichern – fertig.
Vermeiden Sie: Gummibänder direkt um die Pläne (hinterlassen Druckstellen), Plastikrohre mit scharfen Schnittkanten und das Zusammenfalten grosser Pläne, nur um eine kleinere Verpackung zu nutzen. Falze sind zwar scanbar, aber vermeidbare Falze bleiben vermeidbar.
Gefaltete Pläne und kleine Bestände
Bereits gefaltete Pläne – etwa klassisch auf A4 gefaltete Baueingabepläne – reisen am besten im wattierten B4-Couvert oder zwischen zwei Kartonbögen, die Sie an den Rändern verkleben. Der Karton verhindert Knicke an den Ecken, die bei blossen Couverts typisch sind. Ab etwa zwanzig gefalteten Plänen lohnt sich der Umstieg auf eine flache Kartonschachtel.
Ordner und Akten: stehend, satt, schwer genug gedacht
Bundesordner gehören stehend in einen stabilen Karton – so wie im Regal. Liegende Stapel verrutschen und die Mechaniken drücken sich gegenseitig ein. Füllen Sie Hohlräume konsequent mit Packpapier oder Luftpolster aus: Ein Karton, in dem nichts wackelt, übersteht auch eine unsanfte Sortieranlage. Kalkulieren Sie das Gewicht realistisch – ein voller Bundesordner wiegt gut zwei Kilogramm, pro Paket empfehlen sich maximal rund 20 Kilogramm, auch Ihren Handgelenken zuliebe. Lose Blattstapel sichern Sie mit einer Banderole aus Packpapier statt mit Gummibändern.
Fragile und historische Originale
Brüchige Transparente, Leinenpausen oder historische Stücke verdienen eine Extralage Sorgfalt: Wickeln Sie sie einzeln in Seidenpapier oder legen Sie sie in eine Klarsichthülle, bevor sie in die Rolle oder Schachtel kommen. Legen Sie einen gut sichtbaren Zettel «FRAGIL – bitte gesondert behandeln» bei; solche Originale werden bei uns von Hand angelegt und separat vom Maschinenbestand verarbeitet. Vorschäden dokumentieren wir vor der Bearbeitung – wenn Sie zu Hause bereits Fotos machen, haben Sie zusätzlich Ihre eigene Referenz.
Versandart: Einschreiben ist Pflicht, Versicherung ist Kür
Geben Sie jede Sendung als Paket mit Sendungsverfolgung auf – nie als unverfolgte Briefpost. Die Sendungsverfolgung kostet wenig und beantwortet die wichtigste Frage («Wo ist meine Sendung?») jederzeit. Bei wertvollen oder unersetzlichen Beständen ergänzen Sie eine Zusatzversicherung; die Post bietet Deckungen in mehreren Stufen an. Für sehr grosse Bestände – mehrere Kartons oder ganze Planschränke – fragen Sie uns nach einer Kurierabholung: Ab einer gewissen Menge ist sie bequemer und oft nicht teurer als mehrere Einzelpakete.
Checkliste für den Versandtag
Bevor die Sendung zur Post geht, ein letzter Blick: Auftragsnummer gut sichtbar beigelegt (steht in Ihrer Bestellbestätigung), Absender aussen auf der Verpackung, Endkappen bzw. Kartondeckel verklebt, nichts wackelt beim Schütteltest, Sendungsverfolgungs-Beleg eingesteckt. Noch keinen Auftrag erfasst? Dann zuerst bestellen – Sie erhalten die Einsendeadresse und alle Angaben sofort per E-Mail, und der Preisrechner verrät vorab, was Ihr Bestand kostet.